Gottesdienst am 24.6.2018  10.30 Uhr

 

Orgelspiel

 

Eingangslied 503

1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud

in dieser lieben Sommerzeit

an deines Gottes Gaben;

schau an der schönen Gärten Zier

und siehe, wie sie mir und dir

sich ausgeschmücket haben,

sich ausgeschmücket haben.

 

2. Die Bäume stehen voller Laub,

das Erdreich decket seinen Staub

mit einem grünen Kleide;

Narzissus und die Tulipan,

die ziehen sich viel schöner an

als Salomonis Seide,

als Salomonis Seide.

 

3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,

das Täublein fliegt aus seiner Kluft

und macht sich in die Wälder;

die hoch begabte Nachtigall

ergötzt und füllt mit ihrem Schall

Berg, Hügel, Tal und Felder,

Berg, Hügel, Tal und Felder.

 

4. Die Glucke führt ihr Völklein aus,

der Storch baut und bewohnt sein Haus,

das Schwälblein speist die Jungen,

der schnelle Hirsch, das leichte Reh

ist froh und kommt aus seiner Höh

ins tiefe Gras gesprungen,

ins tiefe Gras gesprungen.

 

5. Die Bächlein rauschen in dem Sand

und malen sich an ihrem Rand

mit schattenreichen Myrten;

die Wiesen liegen hart dabei

und klingen ganz vom Lustgeschrei

der Schaf und ihrer Hirten,

der Schaf und ihrer Hirten.

 

Eingangswort:

 

Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes: Unser Anfang und unsere Hilfe stehen im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, der Wort und Treue hält ewiglich und nicht fahren lässt das Werk seiner Hände.

 

24.6. ist Johannistag! Spruch zum Tag:

"Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen." | Joh 3,30

 

Liedvers

6. Die unverdrossne Bienenschar

fliegt hin und her, sucht hier und da

ihr edle Honigspeise;

des süßen Weinstocks starker Saft

bringt täglich neue Stärk und Kraft

in seinem schwachen Reise,

in seinem schwachen Reise.

7. Der Weizen wächset mit Gewalt;

darüber jauchzet Jung und Alt

und rühmt die große Güte

des, der so überfließend labt

und mit so manchem Gut begabt

das menschliche Gemüte,

das menschliche Gemüte.

8. Ich selber kann und mag nicht ruhn,

des großen Gottes großes Tun

erweckt mir alle Sinnen;

ich singe mit, wenn alles singt,

und lasse, was dem Höchsten klingt,

aus meinem Herzen rinnen,

aus meinem Herzen rinnen.

 

 

Eingangsgebet:

 

Die Gemeinde antwortet mit dreimaligem gesungenen „Amen“.

 

Schriftlesung: Johannes 1, 57 ff.

57 Und für Elisabeth kam die Zeit, dass sie gebären sollte; und sie gebar einen Sohn.

58 Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freuten sich mit ihr. 59 Und es begab sich am achten Tag, da kamen sie, das Kindlein zu beschneiden, und wollten es nach seinem Vater Zacharias nennen. 60 Aber seine Mutter antwortete und sprach: Nein, sondern er soll Johannes heißen. 61 Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt. 62 Und sie winkten seinem Vater, wie er ihn nennen lassen wollte. 63 Und er forderte eine kleine Tafel und schrieb: Er heißt Johannes. Und sie wunderten sich alle. 64 Und sogleich wurde sein Mund und seine Zunge aufgetan, und er redete und lobte Gott.

65 Und es kam Furcht über alle Nachbarn; und diese ganze Geschichte wurde bekannt auf dem ganzen Gebirge Judäas. 66 Und alle, die es hörten, nahmen's zu Herzen und sprachen: Was wird aus diesem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm.

67 Und sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt, weissagte und sprach:

Und du, Kindlein, wirst Prophet des Höchsten heißen.

Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest

77 und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk

in der Vergebung ihrer Sünden,

78 durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes,

durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe,

79 auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes,

und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

80 Und das Kindlein wuchs und wurde stark im Geist. Und er war in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er vor das Volk Israel treten sollte.

 

Schließt mit „Herr, dein Wort ist unseres Fußes Leuchte und ein Licht auf unserem Wege, Halleluja.“

Die Gemeinde antwortet mit „Halleluja“.

 

Predigtlied 141 1-6 – Klingelbeutel für die Diakonie der Gemeinde

 

1. Wir wollen singn ein’ Lobgesang

Christus dem Herrn zu Preis und Dank,

der Sankt Johann vorausgesandt,

durch ihn sein Ankunft macht bekannt.

2. Die Buß er predigt in der Wüst:

»Euer Leben ihr bessern müsst,

das Himmelreich kommt jetzt herbei,

tut rechte Buß ohn Heuchelei!«

3. Man fragt ihn, ob er Christus wär.

»Ich bin’s nicht, bald wird kommen er,

der lang vor mir gewesen ist,

der Welt Heiland, der wahre Christ.«

4. Er zeigt ihn mit dem Finger an,

sprach: »Siehe, das ist Gottes Lamm,

das trägt die Sünd der ganzen Welt,

sein Opfer Gott allein gefällt.

5. Ich bin viel zu gering dazu,

dass ich auflösen sollt sein Schuh;

taufen wird er mit Feu’r und Geist,

wahrer Sohn Gotts er ist und heißt.«

6. Wir danken dir, Herr Jesu Christ,

des Vorläufer Johannes ist;

hilf, dass wir folgen seiner Lehr,

so tun wir dir die rechte Ehr.

 

Predigt:

Kanzelgruß: Gnade sei mit uns und Friede von Gott, unserem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus.

Amen.

1. Petrus 1, 8-12

8 Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, 9 wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit.

10 Nach dieser Seligkeit haben gesucht und geforscht die Propheten, die geweissagt haben von der Gnade für euch, 11 und haben geforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist Christi deutet, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die über Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach. 12 Ihnen ist offenbart worden, dass sie nicht sich selbst, sondern euch dienen sollten mit dem, was euch nun verkündigt ist durch die, die euch das Evangelium verkündigt haben durch den Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, – was auch die Engel begehren zu schauen.

 

Liebe Gemeinde…

 

 

Meditatives Orgelspiel

 

Lied 524 1-3+8

1. Freu dich sehr, o meine Seele,

und vergiss all Not und Qual,

weil dich nun Christus, der Herre,

ruft aus diesem Jammertal.

Aus Trübsal und großem Leid

sollst du fahren in die Freud,

die kein Ohr hat je gehöret,

die in Ewigkeit auch währet.

2. Tag und Nacht hab ich gerufen

zu dem Herren, meinem Gott,

weil mich stets viel Kreuz betroffen,

dass er mir helf aus der Not.

Wie sich sehnt ein Wandersmann,

dass sein Weg ein End mög han,

so hab ich gewünschet eben,

dass sich enden mög mein Leben.

3. Denn gleich wie die Rosen stehen

unter spitzen Dornen gar,

also auch die Christen gehen

in viel Ängsten und Gefahr.

Wie die Meereswellen sind

und der ungestüme Wind,

also ist allhier auf Erden

unser Lauf voller Beschwerden.

8. Freu dich sehr, o meine Seele,

und vergiss all Not und Qual,

weil dich nun Christus, dein Herre,

ruft aus diesem Jammertal.

Seine Freud und Herrlichkeit

sollst du sehn in Ewigkeit,

mit den Engeln jubilieren,

ewig, ewig triumphieren.

 

Abkündigung

 

Dank- und Fürbittengebet:

 

Zum Schluss „Stilles Gebet“ und dann gemeinsam gesprochenes „Unser Vater“.

 

Unser Vater im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Schlußlied 503 13-15

13. Hilf mir und segne meinen Geist

mit Segen, der vom Himmel fleußt,

dass ich dir stetig blühe;

gib, dass der Sommer deiner Gnad

in meiner Seele früh und spat

viel Glaubensfrüchte ziehe,

viel Glaubensfrüchte ziehe.

14. Mach in mir deinem Geiste Raum,

dass ich dir werd ein guter Baum,

und lass mich Wurzel treiben.

Verleihe, dass zu deinem Ruhm

ich deines Gartens schöne Blum

und Pflanze möge bleiben,

und Pflanze möge bleiben.

15. Erwähle mich zum Paradeis

und lass mich bis zur letzten Reis

an Leib und Seele grünen,

so will ich dir und deiner Ehr

allein und sonsten keinem mehr

hier und dort ewig dienen,

hier und dort ewig dienen.

 

Segen: „Der Herr segne uns und behüte uns. Der Herr lasse leuchten sein  Angesicht über uns und sei uns gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns seinen Frieden.

Amen.“

Gemeinde antwortet mit einem drei mal gesungenen Amen.

 

Orgelspiel